Da Capo in Freiburg am 8. und 9. Juli 2018

 

25 Jahre DaCapo – das ist schon eine besondere Reise wert, daher fiel die Entscheidung auf zwei Tage Freiburg!

Am Samstag, dem 7. Juli 2018, früh am Morgen ging die Reise los, mit dem Zug ab Meckenbeuren, über Friedrichshafen und Basel, nach Freiburg. Nach Ankunft, pünktlich, wie  geplant, konnten die Zimmer bezogen werden und die ersten Exkursionen in die Stadt erfolgen. Jeder wollte als erster den Freiburger Wochenmarkt am Münsterplatz und die Markthalle besuchen, die romantischsten Ecken von Freiburg finden, oder schon einmal ein Auge auf die vielen kleinen Lokalitäten und Bars werfen, die man während der Zeit zur freien Verfügung eventuell aufsuchen könnte.

Am Nachmittag stand eine Führung im Freiburger Münster auf dem Programm. Bei einem Gang rund ums Münster erfuhren wir Näheres über die verschiedenen Bauabschnitte, die an unterschiedlichen Stilrichtungen gut erkennbar sind. Es handelt sich um eine Kathedrale, die traditionell, trotz Bischofssitz, Münster genannt wird. Das Münster wurde von der Stadt Freiburg erbaut, die seinerzeit durch Abbau von Silbererz zu immensem Reichtum gekommen war. Die Bleiglasfenster des Freiburger Münsters sind die ältesten der Welt. Die Fenster wurden während des Zweiten Weltkriegs ausgebaut und andernorts sicher gelagert. Dadurch haben sie die Bombardierung Freiburgs überlebt, bei der die heutige Haupteinkaufsstraße in der Innenstadt  vor dem Münster in Schutt und Asche gelegt worden ist. Das Münster ist auch bekannt für seinen Hochaltar, ein besonderer Flügelaltar, der in der Weihnachtszeit vier verschiedene Weihnachtsmotive zeigt, und auch  wegen seiner vier Orgeln, die getrennt oder zusammen spielbar sind.

Zum Abendessen war der Besuch eines Mexikanischen Lokals angesagt. Hiervon waren im Vorfeld nicht alle begeistert, doch mussten die Skeptiker dann ihre Meinung im Anschluss doch revidieren. Ein Vorteil des Lokals war sicherlich das Public-Viewing zum Russland-Kroatien-Spiel, bei dem alle Fußballfans auf ihre Kosten kamen. Leider musste der Besuch des Weinfestes nach dem Abendessen dann verschoben werden. Sämtliche Studenten Freiburgs waren auf dem Münsterplatz oder in der Nähe mit Weingläsern unterwegs und es war kein Durchkommen. Kurzerhand wurde umdisponiert und zu Fuß der Schlossberg erklommen, wo in luftiger Höhe im gut besuchten Biergarten in einer Ecke mit zwar gutem Blick auf Freiburg von oben, jedoch etwas weniger gut auf den großen Bildschirm zur Übertragung der zweiten Halbzeit war. Später zurück in der Stadt ist die eine oder andere Gruppe dann doch noch auf dem Weinfest versumpft!

Am Sonntag nach dem Frühstück war schon wieder Kofferpacken und Auschecken angesagt. Gott-sei-Dank konnten die gepackten Koffer bis zum Abend im Hotel deponiert werden. Gegen 10:30 Uhr wurden wir zur Stadtführung abgeholt. An dieser Stelle ein Dank  an die Chorkollegen Veronika und Raphael Thiel, die für uns ihre Beziehungen haben spielen lassen, so dass wir in Bezug auf Münster- und Stadtführung in besten Händen waren.

Nach einem kurzen Spaziergang zur Dreisam mit Uferwanderung folgte ein Rundgang durch die Stadt. Über Fischerau, Gerberau, entlang des Mühlkanals, mit anliegender Brauerei Feierling und verschiedenen idyllisch gelegenen Restaurants, ging es weiter zum Schwabentor. Wir haben erfahren, dass der Goldene Bären die älteste Gaststätte Freiburgs ist, und dass das neue Rathaus von Freiburg so „manche Leiche im Keller hatte“. Das Gebäude, direkt neben dem alten Rathaus gelegen, gehörte früher zur Universität und es war die Anatomie darin untergebracht. Das stank den Freiburgern dann doch zu sehr zum Himmel, so dass die Stadt die Gebäude von der Universität übernommen hat und diese die Anatomieräume in einen anderen Teil der Universität im Außenbereich verlegen musste. Die Universitätsbibliothek, ein moderner Bau mit Glasfassade, in der sich die Umgebung spiegelt, ist sieben Tage in der Woche 24 Stunden geöffnet, sogar am Heiligabend. Im Durchschnitt halten sich ca. 12.000 Besucher im Gebäude auf. Auffallend sind die vielen Tausend Fahrräder, die davor geparkt stehen, obwohl die Bibliothek mit einer Fahrradtiefgarage ausgestattet ist. Nach der Stadtführung ging man noch zum Feierling auf ein Bier und eine Kleinigkeit zu Essen.

Am Nachmittag wurde dann nochmals der Schlossberg bestiegen, diesmal bis zum Aussichtsturm, von dem aus man einen fantastischen Blick über die Stadt und den Freiburger Hausberg Schauinsland genießen konnte. Danach war es auch schon Zeit, die Koffer im Hotel abzuholen und sich für die Heimfahrt zur Abfahrtstelle der Flixbusse zu begeben.

Wieder einmal gingen zwei gemeinsam erlebte Tage bei schönstem Wetter zu Ende. Es war schön! Darin sind sich alle 27 Reiseteilnehmer einig. Ein herzlicher Dank geht an Franz Reiser, der diese Reise für uns alle erst ermöglicht hat!

B. Hosak / 2018-07-14