Wo würde Jesus hingehen, wenn er eine Woche in Meckenbeuren verbringen wollte?

Am Sonntag, 10.07.2022, feierten die evangelische Kirchengemeinde und die katholischen Kirchengemeinden einen gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst auf der Wiese der Pauluskirche. Ebenfalls mit dabei war eine Gruppe ehrenamtlich engagierter Personen aus allen Meckenbeurer Kirchengemeinden. Deren Interesse gilt sozialen und zwischenmenschlichen Themen in Meckenbeuren. Etliche Treffen der Gruppe haben bereits stattgefunden. Dabei wurden schon Projekte konzipiert und initiiert. Beim Gottesdienst wollte sie nun der Frage nachgehen, wo weiteres soziales Engagement und Unterstützung von Menschen in unserer Gemeinde nötig ist. Im Rahmen des ökumenischen Gottesdienstes stellten sie diese Frage auch den Besucher*innen. Pfarrer Steinle und Pfarrer Josef Scherer führten den Leitgedanken der Gruppe in ihren Predigten und Texten ein: „Wo würde Jesus hingehen, sich aufhalten, wen würde er besuchen, wenn er wieder als Person auf der Welt wäre und uns hier in Meckenbeuren für eine Woche besuchen würde“.

Dr. Markus Hoffmann berichtete vom bisherigen Engagement der Gruppe. Er stellte das bereits angelaufene Projekt des ökumenischen Gesprächs- und Begegnungsangebot „Reden tut gut! Wir hören zu“, vor. „Wir ehrenamtlich Engagierte der Gruppe nehmen uns Zeit, zuzuhören und da zu sein, wenn jemand sich einsam fühlt, krank ist oder andere Sorgen hat. Manchmal gibt es keinen nahestehenden Menschen, keinen Freund, der zuhört oder an den man sich wenden kann. Freunde und Familie wohnen heutzutage oft in großer Ferne und nicht alle haben eine Familie, die sie unterstützt. Gerne trifft sich jemand aus der Gruppe mit Interessierten. Das Pfarrbüro stellt gerne den Kontakt her.“

Auch weitere kleine Projekte und Vernetzungen fanden bereits statt, wie Hoffmann berichtete. Das Besondere an der Gruppe sei, dass alle Teilnehmenden Lust hätten, sich auf neue Projekte einzulassen und etwas auszuprobieren. So mache Ehrenamt richtig Spaß.

Im Anschluss an den ökumenischen Gottesdienst bot die Gruppe alkoholfreie Getränke an der Bar an und viele Besucher*innen gaben Antwort auf die Frage, wo Jesus anzutreffen wäre, wenn er nach Meckenbeuren käme. Aus den Antworten wurde deutlich, dass Jesus sich mitten unter uns aufhalten würde. Wir würden ihn im Kindergarten, bei einsamen Menschen, in unseren Familien, am Bahnhof, in den örtlichen Gremien, bei geflüchteten Menschen, bei alten Menschen, bei kranken Menschen, bei Trauernden und vielleicht auch bei einem Spaziergang rund um Meckenbeuren antreffen. Bei diesem Spaziergang wären sicherlich einige Begleiter*innen aus unserer Gemeinde dabei, wie aus dem Geschriebenen hervorging. Manche würden auch gerne mit ihm Bibel teilen, um manche Inhalte der Bibel noch besser verstehen zu können. Auch würde er sicherlich mittwochs über den Markt schlendern, so eine weitere Antwort.

 

Weitere Kärtchen liegen an den Schriftenständen aller Kirchen in der Gemeinde aus. Wenn jemand noch einen weiteren Ort nennen möchte, von dem er/sie denkt, dass Jesu Weg dorthin führen würde, darf er/sie gerne ein Kärtchen ausfüllen und es in den Briefkasten des Pfarramtes einwerfen.