Was macht Ihr hier in Eurer Kirche?

 

Diözesanpräses Margret Schäfer-Krebs besucht die MesnerInnen vom Dekanat Friedrichshafen

 

Kehlen (wie) Zum Besinnungstag haben Dekanatspräses Pfarrer Josef Scherer und der Dekanatsleiter der MesnerInnen Johannes Sauter und seine Stellvertreterin Heike Buck am Montag nach Kehlen in die Kirchengemeinde St. Verena eingeladen und Margret Schäfer-Krebs im Gemeindehaus Willkommen geheißen.

 

Die studierte Theologin plant und bereitet die bischöflichen Gottesdienste vor und ist dazu die Referentin für Ökumene in der Hauptabteilung VII Ökumene und Glaubensfragen. Am Montag in Kehlen stellte sie die spannende Frage: „Was macht ihr hier in Eurer Kirche?“. Gemeint war nicht etwa der Mesnerdienst, der mit Liturgie und Seelsorge zu tan hat. Mit Gottesdiensten und Menschen, Kunst und Kultur, Floristik und Gartenbau, dem Kirchenraum, der auch gereinigt werden muss. Mit handwerklichen Aufgaben und technischen Anlagen. Mit Geschichte, Brauchtum und Tradition.  Denn so vielseitig sind die Aufgaben, die MesnerInnen bewältigen.

 

Sondern: „Stellen Sie sich vor, ein Tourist aus fernen Ländern kommt in ihre Kirche, der keine Ahnung von dem was hier geschieht“, vertiefte sie die Frage und warf damit viele Fragen auf bei ihren Zuhörern. Wie fasst man es zusammen, in kurzen Worten, in verständlichen Worten, so dass es jeder versteht? Schließlich soll die Kirche nicht allein für „Insider“ sein. „Man müsste sagen können, um was es geht, solange man auf einem Bein stehen kann“, zitierte die Diözesanpräses aus den Pharisäerschulen im Judentum. Und so gingen sie gemeinsam auf die Wortfindung durch die Eucharistie, denn heute „kann der liebe Gott auch Deutsch“.

 

Sie blickten auf die Gabenbereitung mit Brot und Wein und machten dem „Touristen“ deutlich, dass es der Alltag ist, mit all seinen Nöten, Sorgen und Schönheiten, den sie an den Altar bringen, symbolisch in der Hostie. Blickten auf die Gemeinschaft beim Essen, die alle Menschen verbindet. Auf die Freiheit ein aufrechtes Leben führen zu können, mit Gott an seiner Seite, der diese Gemeinschaft schafft. „Wer glaubt ist nie allein“, zitierte Margret Schäfer-Krebs Papst Benedikt, auch wenn weltweit die Sprache nicht dieselbe ist. Und selbst wenn man das Verzeihen, das Gott verlangt und die Liebe untereinander, nicht immer geben könne, helfe schon ein: „Herr lieb Du sie, ich kanns grad nicht!“. „Durch Christus sind alle verbunden“, lockte sie den Touristen und alle Menschen und wünschte sich: „So soll sich die Kirche wandeln“. Mit einem Zitat von Don Bosco setzte sie den Schlusspunkt und fasste zusammen: „Tu was du kannst, und Gott tut das Übrige“.

 

Mit einem gefühlvollen Gottesdienst schloss Pfarrer Josef Scherer den schönen Nachmittag der MesnerInnen und sagte mit Johannes Sauter allen ein herzliches Dankeschön, für ihren Einsatz im Hause Gottes. Besonders auch den Mesnerinnen aus Kehlen, die alles so liebevoll vorbereitet haben.

 

Foto (wie) „Der Bischof hat die richtige Frau ausgewählt“, freute sich Johannes Sauter (re) über den Besuch von Margret Schäfer-Krebs und ihre Gedanken und sagte mit Pfarrer Scherer (Mitte) herzlich Dankeschön!