31. Mai 2019 Blutfreitag 2019 in Weingarten,  40-jähriges Jubiläum für drei Blutreiter aus Meckenbeuren


Seit 925 Jahren wird das Heilige Blut auf dem Martinsberg in Weingarten verehrt. Auch  in diesem Jahr begleiteten wieder drei Blutreitergruppen aus der Gemeinde Meckenbeuren das Heilige Blut am Blutfreitag in Weingarten.

 

Bereits am Vorabend besuchten zahlreiche Gläubige aus Meckenbeuren die Festpredigt, die in diesem Jahr Bischof Franz-Josef Bode hielt. Ausgehend von der Frage Jesu an seine Jünger „Wollt auch ihr weggehen?“ (Joh 6,67-69) legte der Osnabrücker Oberhirte in seiner Predigt die Gründe dar, warum es trotz allen Krisen und gegenwärtigen Umbrüchen in der Kirche gut ist, Mitglied der Kirche zu sein und zu bleiben. Ein Festtag wie der Blutfreitag verdeutliche auch in diesen schweren Zeiten die Freude und Hoffnung, die der christliche Glaube ausstrahle. Nach seiner Ansprache brandete in der übervollen Basilika und auf dem Münsterplatz Beifall auf. Im Anschluss zogen tausende Gläubige mit brennenden Kerzen in den Händen durch die Innenstadt Richtung Kreuzberg, wo eine Andacht mit Bischof Franz-Josef Bode und Bischof Gebhard Fürst den Christi Himmelfahrtstag beendeten.

Für die Blutreiter aus St. Verena in Kehlen, der Stiftung Liebenau und St. Maria in Meckenbeuren begann der Blutfreitag selbst mit dem Ritt zum Aufstellungsplatz. Begleitet wurden die Wallfahrer hoch zu Roß von den Musikkapellen aus Brochenzell, Kehlen und Meckenbeuren sowie zahlreichen Gläubigen aus den Heimatgemeinden. Pfarrer Josef Scherer war auch in diesem Jahr bei den Blutreitern aus Kehlen dabei, während Domvikar Dr. Peter Dückers und Pfarrer Andreas Gälle mit den Reitern aus Meckenbeuren durch Stadt und Flur zogen.
Beim Rosenkranzgebet während dem Ritt durch das Ösch beteten die Reiter in den Anliegen von Kirche und Welt – besonders wurde auch der Schwerkranken der Verstorbenen gedacht.

Gruppenführer Hubert Bernhard, Matthias Bernhard und Stefan Brendle nahmen in diesem Jahr zum 40. Mal an der größten Reiterprozession Europas teil und erhielten eine Ehrenurkunde der Blutfreitagsgemeinschaft.
Der Dank gilt auch in diesem Jahr besonders allen, die sich in der Vor- und Nachbereitung des Blutfreitags sowie während des Blutritts um „Roß und Reiter“ kümmern. Ebenso sei den Musikkapellen für das Ehrengeleit des Heiligen Blutes und der Blutreitergruppen gedankt.

 

 

Fotos und Text: Karl Gälle