21. Januar 2018: Ökumenische Bibelwoche Meckenbeuren mit festlichen Gottesdienst eröffnet

 

 Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Pauluskirche haben die Meckenbeurer Kirchengemeinden die diesjährige ökumenische Bibelwoche mit dem Motto "Liebe - einfach göttlich" eröffnet. Entsprechend stand denn auch das biblische "Hohelied der Liebe" im Mittelpunkt der Gottesdienstgestaltung. Der letzte Sonntag nach Epiphanias biete "gleichsam als Scharnier zwischen Weihnachts- und Osterzyklus" liturgisch den richtigen Zeitpunkt, "über eines der schönsten Dinge nachzudenken - über die Liebe", sagte Pfarrer Peter Steinle bei der Begrüßung. Wer Liebe suche und sich nach ihr sehne, sei in einem christlichen Gottesdienst am richtigen Ort, was auch durch die enge und brüderliche Verbundenheit der Christen zum Ausdruck komme. Um diese Verbundenheit in den vier Meckenbeurer  Kirchengemeinden auch symbolhaft sichtbar werden zu lassen, entzündeten Ingrid Schimmels und Hildegard Nauwerck-Feirle eine von Schwester Imakulata (Kloster Kellenried) kunstvoll gestaltete "Ökumenekerze". Das Motiv zeigt mit einem Efeu symbolträchtig eine Heilpflanze, immergrün, über lange Zeit haltbar und fähig, Wurzeln zu schlagen. Die Kerze solle ermutigen, "uns in der Ökumene durch Höhen und Tiefen nicht beirren zu lassen". Zugleich stärke sich bei geduldigem gegenseitigem Wachsenlassen die eigene Geschichte und werde zur Heilsgeschichte, interpretierten die beiden Vertreterinnen des Ökumeneausschusses das Kerzenmotiv. "Es tut gut, mit Zeichen und Symbolen spürbar und sichtbar werden zu lassen, was uns verbindet und uns leben lässt, nämlich die Liebe", stieg Pfarrer Josef Scherer in seine Predigt ein und verwies dabei auf ein weiteres Liebessymbol, die Hochzeitskerze. Liebe könne leidenschaftlich und packend sein, brauche aber auch Schutz, um sich zu entfalten. Pfarrer Scherer wünschte, dass sich jeder in den Worten des Hohenliedes der Liebe wiederfinden könne. Dies gelte nicht nur für die Ehe, sondern auch für das Zusammenleben in der Gesellschaft und nicht zuletzt in der Ökumene. So möge die Ökumenekerze aufleuchten und zeigen, dass wir Christen auf einem Weg sind und uns über das Gemeinsame freuen dürften. Dabei gelte es, sich mit dem Erreichten nicht zufrieden zu geben und nach weiteren Gemeinsamkeiten zu suchen, ohne dabei das Trennende zu verschweigen oder einfach auszublenden. Der gut besuchte Gottesdienst wurde musikalisch gestaltet vom Posaunenchor unter der Leitung von Volker Schnell sowie von Matthias Ehrmann an der Orgel. Gelegenheit zum brüderlichen Miteinander und Austausch bot der sich anschließende "Kirchenkaffee" im neu renovierten Stephanus-Gemeindehaus.

 

Fotos und Text: Karl Gälle