30. Juli 2016: Begegnungsfest mit den Flüchtlingen in Meckenbeuren

 

 

 

"Salam aleikum, seien sie herzlich willkommen in unserer schönen Gemeinde Meckenbeuren", hatte Bürgermeister Andreas Schmid die Flüchtlinge am Samstagnachmittag, 30. Juli 2016, beim Begegnungsfest begrüßt, zu dem die Kirchengemeinde St. Maria und der Freundeskreis Asyl Meckenbeuren auf den Schulhof der Albrecht-Dürer-Grundschule eingeladen hatte. Diese "Willkommensstimmung" war denn auch über den ganzen Nahmittag hinweg zu spüren. Zwar seien die Religionen und Kulturen verschieden, aber glücklicherweise gäbe es eine gemeinsame Grundlage, nämlich "denen Hilfe zu geben, die es benötigen und beidseitig Respekt zu zeigen vor den anderen Menschen und Kulturen", so der Meckenbeurer Schultes. Nur so sei ein Zusammenleben in den derzeit sehr bewegten Zeiten möglich. Hab und Gut, ja ihre Heimat hätten die Flüchtlinge verloren. Was sie aber nie verloren gehen dürfe, sei deren Würde und der Respekt ihnen gegenüber. Aber auch an die Flüchtlinge selbst richtete Bürgermeister Andreas Schmid den Appell, "sich untereinander zu respektieren, die deutsche Sprache möglichst rasch zu erlernen und sich einzubringen, wo immer es möglich sei". Wolfgang Ilg als Vertreter der Kirchengemeinde nahm die alttestamentliche Geschichte von Vater Abraham auf, um zu zeigen, dass Friede und friedliches Zusammenleben möglich sei. "Auch bei uns wird alles gut", so die hoffnungsvolle Folgerung des II. KGR Vorsitzenden aus der Erzählung. Frieder Vögele vom Freundeskreis Asyl nannte das Begegnungsfest einen "kleinen Mosaikstein des sich Kennenlernens und sich Verstehens" und dankte der Kirchengemeinde St. Maria für diese Initiative. Auch seitens der Menschen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak kam ein herzliches Dankeschön an die Meckenbeurer zurück: "Im Namen aller Flüchtlinge möchten wir uns bei denen bedanken, die uns helfen, vor allem die deutsche Sprache zu erlernen und die die Zukunft unserer Kinder mit uns zusammen gestalten". Ein buntes Programm indes erleichterte die gegenseitige Kontaktaufnahme und das sich Näherkommen. Der Da Capo Chor erfreute mit einigen Liedern und nach einem flotten Tanzauftritt der Frauenbundfrauen wurden die Gäste in das gemeinsame Tanzen und Singen mit einbezogen. Aber auch die Flüchtlingskinder selbst zeigten, dass sie sich in ihrer neuen Heimat durchaus wohl fühlen. Unter der Anleitung von Anette Heger erfreuten die Kinder der Vorschulklasse mit zwei heiteren Liedern. Eine ganz tolle Überraschung gab es für die Flüchtlingsfrauen. Die Frauen der Hockstube hatten im Vorfeld mit einigen Flüchtlingsfrauen wunderschöne bunte Wollteppiche gehäkelt. Diese durften die anwesenden Mütter der in der Turnhalle untergebrachten Familien nun entgegennehmen. Bei Kaffee, Kuchen und guten Gesprächen klang das beidseitig gut besuchte Begegnungsfest bei schönstem Sommerwetter aus.

 

Fotos: Karl Gälle